Zwei Siege: Perica Lekavski versetzt Gniebel den KO

Ein Sonntag ganz nach dem Geschmack des TSV. Ja, der 23. Oktober war durchaus so ein Tag. Obwohl beiden TSV-Teams etliche Stammkräfte fehlten, sahen die einmal mehr zahlreichen Zuschauer zwei Siege der Lustnauer. Zunächst schlug die zweite Mannschaft Frommenhausen mit 3:1 (2:0), ehe sich die Erste mit 2:1 (1:0) gegen Gniebel durchsetzte.

 

Zahlreiche Ausfälle zwingen Lekavski zu Änderungen

 

Tilman Klein (Studienfahrt), Andreas Schmid (Adduktoren), Tobias Nick (Knie), Steffen Schmid (Reha nach Fußbruch), Tobias Stickel (Grippe) sowie Niklas Kramer und Raphael Vetter, die ebenfalls auf Studienfahrt gingen und nur bei der zweiten Mannschaft ran konnten. Die Ausfallsliste des TSV war jedenfalls ungewohnt lang. So gab Perica Lekavski A-Junior Oliver Breit das Vertrauen, der bei seinem Aktivendebüt von Beginn an ran durfte. Dominik Reif spielte ebenfalls erstmals in der A-Liga für Lustnau.

 

Aber der TSV ließ sich nicht beeindrucken, wobei man wusste, dass Gniebel nach dem Trainerwechsel von Steven Schanz zurück zu Ex-Coach Gerd Balleis, der einst auch den Erzfeind des TSV aus Pfrondorf trainierte, kein angenehmer Gegner sein sollte. Doch nach einem anfänglichen Abtasten war der TSV schnell leicht überlegen.

 

Wer sonst, als Perica Lekavski brachte seine Farben dannn in Führung (35.). Nach einem Freistoß von Hamza Yigitbay nutzte Lekavski die Konfusion im Strafraum der Gäste und schoss zum 1:0 ein. Fortan war der TSV klar überlegen und hatte, unter anderem durch Andi Ganz, weitere Möglichkeiten, um die Führung auszubauen.

 

Chancen vertan, kurioses Tor bekommen

 

Nach dem Seitenwechsel spiegelten sich zunächst die Kraftverhältnisse der Schlussphase von Durchgang eins wieder: Lustnau drängte auf das 2:0, Gniebel konzentrierte sich auf die Defensivarbeit. Magnus Hesse und zwei Mal Perica Lekavski ließen dabei klarste Torchancen aus - das Spiel hätte nach 55 Minuten entschieden sein müssen.

 

Doch Gniebel kam zurück. Es war ein äußerst kurioser Treffer, der die Gäste zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft zurück ins Spiel brachte. Nach einem Pressschlag zwischen Steve Berhane und Arthur Kopp (55.) wurde der Ball länger und länger und senkte sich über TSV-Schlussmann Eric Maier hinweg zum Ausgleich ins Netz.

 

Mit dem Gegentor war beim TSV die Spielfreude verflogen und die Gäste bekamen die zweite Luft. Gniebel versuchte sich jetzt mehr und mehr in Offensivaktionen und hatte die dicke Chance zur Führung, als Klumpp nach einem langen Ball freistehend an TSV-Keeper Maier scheiterte (67.).

 

Lustnau wirft alles nach vorne und trifft

 

Nach einer guten Viertelstunde hatte der heimische TSV den Schock des Gegentreffers aber überwunden und übernahm zusehens wieder die Kontrolle. Die Lekavski-Elf machte deutlich, dass die drei Punkte in Lustnau bleiben sollten. Und als, auch dank eines bärenstarken Patrick Hiltawsky im Gästetor, alles nach einem 1:1 aussah, schlug Lustnau zu.

 

Magnus Hesse zog in der zweiten Minute der Nachspielzeit ab und wiederum Perica Lekavski nutzte den Abstauber zu seinem neunten Saisontor im elften Spiel. Das Tor war der Lohn, für eine - bis auf die Phase nach dem Gegentor - gute TSV-Leistung und spiegelte auch den Spielverlauf wieder. Der Treffer war hoch verdient, auch wenn Gniebel in seiner besten Phase drauf und dran war, das Spiel zu drehen.

 

Dank der Gomaringer 1:3-Niederlage in Oferdingen rutscht der TSV mit 24 Zählern wieder auf Platz zwei. Viel wichtiger ist aber der Blick nach hinten. Ein sattes Polster von 13 Punkten trennen den TSV schon vom Relegationsplatz, sogar 16 sind es auf die direkten Abstiegsränge. Mit Punkten in Ohmenhausen (Sonntag, 15 Uhr) könnte man den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen.

 

So spielte Lustnau: Maier, Ferhat Yilmaz, Schaal, Reif, Berhane - Ganz, Yigitbay, Breit, Yavuz (80. Özcan) - Hesse, Lekavski.

 

So spielte Gniebel: Patrick Hiltawsky, Kittelmann (46. Steffen Kern), Helle, Michael Kern, Tobias Hiltawsky, Albien (88. Heim), Münzinger, Kopp, Klumpp, Laufer, Neunhöffer.

Hämmerle ebnet per Doppelpack den Weg

 

Die zweite Mannschaft bleibt ebenfalls auf Kurs. Durch einen 3:1 (2:0)-Sieg über den SV Frommenhausen steht die Dreher-Elf nun schon im Mittelfeld. Bereits nach wenigen Minuten wurde Niklas Kramer vom Gästekeeper gelegt und Marc Hämmerle verwandelte sicher zur 1:0-Führug (10.).

 

Anschließend spielte Lustnau weiter ganz ansehnlichen Fußball und schon nach 16 Minuten vollendete wiederum Marc Hämmerle einen lupenreinen Konter zum 2:0. Der 3:0-Sieg in Hemmendorf am letzten Wochen scheint für die zweite Mannschaft ein Weckruf gewesen zu sein, denn auch gegen Frommenhausen stimmte die Leistung.

 

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Niki Kramer auf 3:0 (63.), so dass auch der Ehrentreffer durch Seid (86.) sowie die unerklärliche Nachspielzeit von elf Minuten nichts mehr ausmachten. Der TSV ging am Schluss nach guter Leistung als verdienter Sieger vom Platz und wird am kommenden Sonntag (13) bei Dettingen/Rottenburg II nach dem nächsten Dreier greifen.

 

So spielten Sie: Wallochny - Weber, Matthes, Siegmann, Feucht - Alex Schmid, Breitfeld (65. Wieschollek), Vetter, Murat Yilmaz (83. von Stieglitz) - Kramer, Hämmerle.