Zwei Spiele, drei Tore: Beide TSV-Teams punkten

Erstmals seit dem Gastspiel in Walddorf (1:1) Mitte Oktober konnte der TSV Lustnau in der Kreisliga A2 keinen Sieg einfahren. Am Ende stand gegen die Reserve der TuS Metzingen ebenfalls ein 1:1 (0:0) auf dem Zettel, weil beide Keeper einmal patzten. Dafür kämpfte die zweite Mannschaft den bisherigen Tabellenzweiten SV Bühl mit 1:0 (0:0) nieder.

 

Zwei hundertprozentige Chancen vergeben

 

Coach Perica Lekavski vertraute der Abwehr um Kapitän Kevin Schaal, beorderte im Gegensatz zum Oferdingen-Sieg aber Dominik Reif für den angeschlagenen Andi Ganz in die Startelf. Hamza Yigitbay, der nochmals einen anderen Arzt aufsuchte, welcher eine andere Diagnose stellte, nahm auf der Bank Platz und biss auf die Zähne.

 

Doch Lustnau begann nicht gut. Die Gäste aus Metzingen waren in der ersten Viertelstunde die bessere Mannschaften, kamen aber zu keinen nennenswerten Möglichkeiten. Einzig eine Kopfballchance steht zu Buche (27.), doch dem Angreifer fehlte freistehend das Timing.

 

Nach einer guten halben Stunde kam der TSV besser auf und hatte dicke Chancen. Perica Lekavski köpfte aus fünf Metern freistehend am Tor vorbei (32.), umkurvte zwei Minuten später den Gästekeeper, legte zurück auf Andi Schmid, welcher aus gut zehn Metern aber ebenfalls knapp vorbeizog.

 

Metzinger Führung aus 50 Metern

 

Nach der Halbzeitpause war die Partie weiterhin offen, ehe den Gästen die kuriose Führung gelang. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte hüpfte im TSV-Strafraum auf, Keeper Eric Maier verschätzte sich und musste hilflos anschauen, wie sich der Ball über ihn hinweg ins Tor senkte (66.).

 

Anschließend schien der TSV leicht angeknockt, schließlich hatte Metzingen nur eine Zeigerumdrehung später das 2:0 vor Augen, als ein Schuss aus kurzer Distanz nur knapp vorbeirutschte.

 

Mit den Einwechslungen von Hamza Yigitbay und Andi Ganz kam dann neuer Schwung ins Lustnauer Angriffsspiel. Ganz war es dann auch, der eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich besorgte, als der Gästekeeper einen strammen, aber nicht unhaltbaren 20-Meter-Schuss ins eigene Gehäuse faustete.

 

90. Minute: Lekavski köpft - drin oder nicht drin?

 

In der Schlussphase schienen die Gäste mehr und mehr zufrieden mit der Punkteteilung, waren aber durch ihre schnellen Angreifer immer wieder durch Konter gefährlich. Niki Kramer hatte dann wiederum eine dicke Möglichkeit, als er aus fünf Metern in die Arme des Torhüters der Gäste köpfte (81.).

 

Dann die Nachspielzeit: Ferhat Yilmaz bugsiert einen Eckball auf den Kopf von Perica Lekavski, der Metzinger Schlussmann ist geschlagen, doch ein Gästespieler bekommt noch ein Bein hin. Eine knifflige Entscheidung, aber fairerweise muss man sagen, dass der Schiedsrichter wohl richtig lag und der Ball nicht hinter der Linie war.

 

Unter dem Strich blieb es beim leistungsgerechten 1:1-Remis, welches für Metzingen sicher einen Tick glücklicher war, weil Lustnau alles in allem die besseren Chancen hatte. Bedankt man aber, dass Metzingen beinahe mit 0:2 vorne lag, geht das Ergebnis in Ordnung und der TSV kann sich auf die Aufgabe gegen Sondelfingen konzentrieren (Sonntag, 14 Uhr).

 

So spielten Sie: Maier - Özcan, Andi Schmid, Schaal, Berhane - Reif (67. Yigitbay), Ferhat Yilmaz, Stickel, Yavuz (72. Ganz) - Lekavski, Kramer (84. Klein).

 

2. Mannschaft

 

Keeper Wallochny und Torschütze Stiegler die Matchwinner

 

Die Dreher-Elf spielte gegen den Tabellenzweiten SV Bühl eine gute erste Hälfte, verpasste es aber in Führung zu gehen. Mit Alexander Schmid, Björn Köhler oder Magnus Hesse hatte der TSV II endlich einmal wieder einige Stammkräfte der letztjährigen Ersten an Board.

 

Nach dem Seitenwechsel entschied der Schiedsrichter nach Foul von Jan Siegmann, der ansonsten an der Seite von Frieder Erne ein gutes Spiel als Innenverteidiger machte, zurecht auf Strafstoß. Hildermann schoss nicht einmal so schwach, doch TSV-Schlussmann Philipp Wallochny machte seinem Ruf als Elfmetertöter alle Ehre und parierte.

 

Bühl rannte folglich an, scheitere aber wiederum oftmals am starken Wallochny. So kam es, wie es kommen musste: Nach einem Freistoß von Björn Köhler stand Chris Stiegler sträflich frei, köpfte zunächst noch den Keeper an, drückte aber den Abpraller über die Linie (71.). Am Ende blieb es nach 97 umkämpften Minuten beim etwas glücklichen, aber nicht unverdienten TSV-Erfolg, der am kommenden Sonntag gegen Schlusslicht Mössingen II (12 Uhr) untermauert werden soll.

 

So spielten Sie: Wallochny - Weber, Siegmann, Erne, Feucht - Alex Schmid, Köhler, Matthes (67. Novak), Stiegler (89. Skupnjak) - Murat Yilmaz (76. Breitfeld), Hesse.