4:0-Kantersieg mit vier Platzverweisen in Ohmenhausen
Der TSV Lustnau bleibt weiter in der Erfolgsspur. Beim SV Ohmenhausen kam die Lekavski-Elf zu einem hoch verdienten 4:0 (2:0)-Auswärtserfolg, bei dem gleich drei Spieler der Gastgeber vom Feld gestellt wurden. Auch Lustnaus Co-Trainer Ferhat Yilmaz musste am Ende noch runter.
Ganz trifft früh doppelt
TSV-Coach Perica Lekavski ließ sich einmal mehr etwas anfallen, stellte er doch Niklas Kramer auf die linke Seite und beorderte Andreas Ganz in vorderster Front neben sich in den Angriff. In der Abwehr blieb Dominik Reif nach starker Leistung drin und erhielt den Vorzug vor Tilman Klein. Andi Schmid war nach zweiwöchiger Verletzungspause wieder dabei.
Und bereits nach zwei Minuten hatte der TSV Pech, als Selman Yavuz nur den Außenpfosten traf. Andi Ganz machte es aber besser: Nach feinem Zuspiel aus halbrechter Position verlängerte Lekavski per Hacke und Ganz markierte die frühe 1:0-Führung (8.). Nur drei Minuten wurde Selman Yavuz steil geschickt, dieser fand wiederum Ganz, der mit dem Doppelpack auf 2:0 erhöhte. Möglicherweis stand Yavuz dabei im Abseits, doch es war eine Milimeterentscheidung.
Anschließend traf Perica Lekavski per Kopf wieder nur Aluminium, während auf der anderen Seite die Gastgeber eine Rote Karte gegen TSV-Schlussmann Maier und Elfmeter forderten. Doch Maier spielte gegen Angreifer Schankula erst den Ball und traf dann den Gegner. Der Schiedsrichter hatte die Situation richtig beurteilt, auch wenn sich Ohmenhausen echauffierte.
Lekavski macht den Deckel drauf
In der zweiten Hälfte hatte Ohmenhausen zunächst die Chance zum 1:2, doch der Angreifer setzte den Ball knapp neben das Tor (47.). Ansonsten hatten die Gastgeber kaum nennenswerte Möglichkeiten. Auf der anderen Seite gelang Perica Lekavski mit dem zehnten Saisontreffer nach Yigitbay-Freistoß (65.) das vorentscheidende 3:0.
Anschließend schlug Ohmenhausens Portscheller TSV-Kapitän Kevin Schaal außerhalb vom Spielgeschehen in den Magen (67.) und flog zurecht mit der Roten Karte aufgrund einer Tätlichkeit vom Feld. Gut fünf Minuten später flog ein weiterer Akteur von Ohmenhausen wegen Meckerns mit Gelb-rot runter.
In der 85. Minute stoppte SV-Schlussmann Sautter, der zuvor beim SV Pfrondorf spielte, Niklas Kramer außerhalb des Strafraums mit gestreckten Beinen und sah wegen einer Notbremse ebenfalls die Rote Karte. Hamza Yigitbay bugsierte den fälligen Freistoß auf den Kopf von Tilman Klein, der zum 4:0 (86.) vollendete.
Ein höherer Sieg wäre drin gewesen
Unter dem Strich zeigte der TSV einmal mehr eine ansprechende Leistung und feierte einen verdienten Erfolg. Die berechtigte Gelb-rote Karte gegen Ferhat Yilmaz (90.) aufgrund eines taktischen Fouls war nicht mehr von Belangen. Alles in allem hätte der Sieg noch höher ausfallen können, hätte der TSV seine Chancen verwertet und die Angriffe in Überzahl cleverer ausgespielt.
Vor ungefähr 100 Zuschauern war der Schiedsrichter natürlich ein entscheidendes Element, allerdings gehen dessen wichtige Entscheidungen im Ordnung. Das Spiel war zum Zeitpunkt der Platzverweise aber sowieso längst entschieden. Weil hinten zudem die berühmte 'Null' stand, stellt der auswärts noch unbesiegte TSV die momentan stärkste Abwehr der Liga.
Mit 27 Zählern bleibt der TSV auf Rang zwei und befindet sich weiter im Höhenflug, doch abheben wird bei den Blauen niemand. Am kommenden Sonntag erwartet die Lekavski-Elf das Schlusslicht der TSG Reutlingen. Doch Achtung: Der damals Vorletzte Mittelstadt fügte Lustnau die bislang einzige Saisonniederlage zu. Man sollte den Gegner also nicht unterschätzen.
So spielte der TSV: Maier - Andi Schmid (70. Özcan), Reif, Schaal (81. Klein), Berhane - Ferhat Yilmaz, Yigitbay, Kramer, Yavuz - Ganz (67. Stickel), Lekavski.
Die zweite Mannschaft musste dagegen nach ihrer Mini-Siegesserie eine Pleite hinnehmen. Beim TSV Dettingen/Rottenburg II unterlag die Dreher-Elf nach indisponierter Leistung mit 1:3 (1:2) und sieht sich nun einem Heimspiel gegen Tabellenführer Ofterdingen II gegenüber.
Lustnau mit Dreierkette
Wegen Personalproblemen mussten die Trainer Uwe Dreher und Michael Schmid auf eine Dreierkette umstellen. Lustnau tat am Anfang mehr für die Partie, fing sich aber schnell ein Gegentor ein. TSV-Kapitän Alex Schmid verwertete einen langen Einwurf von Moritz Wieschollek zum zwischenzeitlichen 1:1 (31.).
Mit dem Dettinger-Führungstreffer kurz vor der Pause, war der TSV geschockt und fand nicht mehr zurück ins Spiel. Mit dem 3:1 (67.) war die Partie dann endgültig gelaufen, weil der TSV anschließend keine großen Möglichkeiten mehr herausarbeiten konnte.
So spielten Sie: Wallochny - Matthes, Weber, Breitfeld (66. von Stieglitz) - Alex Schmid, Köhler, Stiegler (75. Friedelt), Vetter (46. Murat Yilmaz) - Wieschollek, Hämmerle, Hesse.
