In der Nachspielzeit: Andi Schmid trifft ins Glück

Es war sicherlich nicht die beste Saisonleistung des TSV, doch am Ende ist man bei den Blauen mit dem 1:0 (0:0)-Heimsieg über den TSV Sondelfingen hoch zufrieden, zumal man bereits im zweiten Rückrundenspiel das Saisonziel erreichen kann. Die zweite Mannschaft leistete sich gegen den Tabellenletzten Mössingen II dagegen einen bösen Ausrutscher.

 

Wiederum Änderungen in der Startelf

 

Im Gegensatz zum 1:1-Unentschieden gegen die TuS Metzingen II beorderte Coach Perica Lekavski Dominik Reif von der 'Sechs' zurück in die Innenverteidigung, und brachte zudem Andi Ganz und Raphael Vetter von Beginn an. Dafür wurden Eren Özcan und Selman Yavuz ersteinmal nicht aufgeboten.

 

Doch in der ersten Halbzeit sahen die Fans kein besonders gutes Fußballspiel, weil Sondelfingen es verstand, die Räume eng zu machen und den TSV nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

 

So hatte Lustnau wenig Möglichkeiten zu kombinieren und auch die Gäste waren durchaus im Offensivspiel hier und da gefährlich. Hundertprozentige Torchancen waren Mangelware, doch Sondelfingen zeigte in der ersten Halbzeit eine durchaus ansprechende Leistung.

 

Lekavski und Ganz treffen nicht

 

In der zweiten Halbzeit stellte Sondelfingen dann ebenfalls auf ein 4-4-2-System um und zeigte sich offensiver. Vielleicht etwas zu mutig, weil es nun der TSV war, welcher die Kontrolle übernahm und das Geschehen diktierte.

 

Daraufhin ließen die 'Blauen' zwei dicke Möglichkeiten liegen. Zunächst scheiterte Perica Lekavski (65.) aus aussichtsreicher Position, ehe Andi Ganz fünf Minuten vor dem Schlusspfiff einen Torwartfehler nicht nutzen konnte.

 

Bereits im Hinspiel beim 3:1-Sieg des TSV in Sondelfingen wäre Lustnau beinahe für eine fahrlässige Chancenauswertung bestraft worden, als man lange 1:0 führte, zehn Minuten vor Schluss aber das 1:1 kassierte, am Ende jedoch zum Glück noch zwei Treffer nachlegen konnte.

 

Andi Schmid trifft in der Nachspielzeit

 

Und als alles nach einem 0:0 aussah, welches unter dem Strich auch in Ordnung gewesen wäre, fand Steve Berhane den aufgerückten Andreas Schmid, welcher aus acht Metern mit dem Außenrist einschoss. Der Schiedsrichter beendete sofort danach die Partie.

 

Wie angesprochen, hätten sich tapfere Sondelfinger durchaus einen Punkt verdient gehabt, wenn gleich der TSV nach der Pause deutlich mehr auf den Siegtreffer drängte. Durch das Gomaringer 2:2 in Pliezhausen steht der TSV nun mehr mit 37 Punkten wieder hinter Glems (41) auf Platz zwei.

 

Am kommenden Samstag (14 Uhr) steht als letztes Spiel vor dem Jahreswechsel das Derby beim TSV Kusterdingen an. Mit einem Sieg am Wasserturm könnte die Lekavski-Elf eine überragende Serie krönen, weil man schon vor der Winterpause das ausgerufene Saisonziel von 40 Punkten erreicht hätte.

 

So spielten Sie: Maier - Andi Schmid, Reif, Schaal, Berhane - Ferhat Yilmaz, Ganz, Vetter (67. Özcan), Stickel - Kramer, Lekavski.

 

2. Mannschaft

 

Die zweite Mannschaft unterlag dagegen gegen das Tabellenschlusslicht Spvgg Mössingen II mit 1:2 (0:0). Marc Eiglier feierte sein Debüt für den TSV.

 

Der TSV II war personell eigentlich nicht schlecht besetzt, zeigte aber keine ansprechende Leistung. Vor dem Seitenwechsel machte Lustnau II zwar das Spiel, war aber in der Offensive zu harmlos, um ertragbares verzeichnen zu können. Im Gegenteil: Die besseren Chancen hatten die Gäste.

 

Nach dem Seitenwechsel spielte die Spvgg II einen schönen Angriff zum 0:1 zu Ende. Ein direkter Eckball bedeutete sogar anschließend den 0:2-Rückstand. In der 89. Minute konnte TSV-Kapitän Alex Schmid noch auf 1:2 verkürzen.

 

Ärgerlich allerdings, dass der Schiedsrichter dem TSV II zwei klare Elfmeter verweigerte und nicht sah, als Lustnaus Chris Stiegler von Spvgg-Libero Nebe angespuckt wurde. So blieb es beim Endstand, für den der TSV aber letztlich durch eine schwache Vorstellung selbst verantwortlich ist.

 

So spielten Sie: Wallochny, Weber (70. Hämmerle), Feucht, Siegmann, Erne, Alex Schmid, Thomas Göhring, Stiegler, Köhler, Murat Yilmaz (46. Eiglier), Hesse.