Wer sonst? Lekavski-Doppelpack reicht gegen Schlusslicht

Der TSV Lustnau bleibt in der Kreisliga A2 weiterhin völlig überraschend im Kreis der Spitzenteams. Gegen das Tabellenschlusslicht TSG Reutlingen tat sich der TSV aber lange schwer und konnte erst durchatmen, als der Trainer einmal mehr mit dem Kopf zuschlug. Am Ende war der Sieg aber dennoch hoch verdient.

 

Auch Doppeltorschütze Ganz fällt aus

 

Dabei standen die Zeichen vor der Partie nicht besonders gut. Andi Ganz, vor Wochenfrist in Ohmenhausen noch doppelter Torschütze, fiel, exakt wie Tobias Nick, mit Meniskusbeschwerden aus. Letztgenannter Nick, der den TSV mit 19 Saisontoren in der B-Liga maßgeblich zum Aufstieg führte, wird auch aufgrund einer Auslandsreise erst im März nächsten Jahres wieder für Lustnau auflaufen können.

 

Und der TSV sah sich einem echten Bollwerk gegenüber. Die TSG, welche mit selber Taktik schon in Gomaringen 1:0 gewinnen konnte, stellte sich hinten rein und lauerte auf Konter. Lustnau erspielte sich zwar schnell ein Übergewicht, tat sich aber schwer. Perica Lekavski (34.) hatte die beste Chance, scheiterte aber freistehend am Gästekeeper.

 

Auf der anderen Seite wurde es eigentlich nur bei Standardsituationen hin und wieder gefährlich, doch TSV-Keeper Eric Maier parierte nach einem Eckball stark (39.). Ansonsten tat die TSG aber praktisch nichts nach vorne und stellte den TSV vor einen Abwehrriegel.

 

TSV setzt alles auf eine Karte

 

Nach dem Seitenwechsel machte Lustnau schnell deutlich, dass die Punkte unbedingt im Tübinger Stadtteil bleiben sollten. Mehr und mehr machte die Lekavski-Elf hinten auf, um offensiv mehr Gelegenheiten zu bekommen. Innenverteidiger Dominik Reif (64.) hatte eine dicke Chance, scheiterte aber mit seinem Schuss.

 

Doch einer weiß in diesen Tagen, wo das Tor steht. Zunächst verlängerte Perica Lekavski (74.) einen Yigitbay-Freistoß zur Führung ins Tor, anschließend verwertete er ein Zuspiel von Co-Trainer Ferhat Yilmaz am langen Pfosten (78.) zum entscheidenden 2:0-Endstand. In 13 Saisonspielen gelangen Lekavski nun bereits zwölf Treffer.

 

Die Zahlen errinern an alte Zeiten. 2008/2009 führte Lekavski den SSC Tübingen mit 27 Saisontreffern in die Bezirksliga, ein Jahr zuvor gelangen ihm in jener Kreisliga A3 sogar 31 Treffer. Umso schöner, dass Lekavski seinen Doppelpack gegen die TSG Reutlingen ausgerechnet an seinem 32. Geburtstag feiern konnte.

 

TSG kommt nicht mehr auf

 

Mit jenem 2:0 im Rücken ließ Lustnau dann nichts mehr anbrennen und feierte in einem chancenarmen Spiel einen verdienten 2:0 (0:0)-Heimerfolg. Die letzte Aktion blieb dem eingewechselten Tilman Klein (87.) vorbehalten, der aber nach feinem Solo mit seinem Linksschuss scheiterte.

 

Obwohl sich mit Glems (32 Punkte), Lustnau (30) und Gomaringen (28) schon drei Teams mit sieben Punkt vom Rest abgesetzt haben, blickt man beim TSV vorallem nach unten. Die 17 Punkte Differenz zum Tabellenkeller sind dabei schon um einiges wichtiger, zumal der TSV eine ganz schwere Aufgabe in Oferdingen vor der Brust hat (Sonntag, 14.30 Uhr). Oferdingen feierte zuletzt zwei deutliche Sieg und hat gehörig Selbstvertrauen getankt.

 

So spielte der TSV: Maier - Andi Schmid, Reif, Schaal, Berhane (85. Klein) - Ferhat Yilmaz, Yigitbay, Yavuz (81. Özcan), Kramer - Stickel, Lekavski.

Der Spielbericht der zweiten Mannschaft folgt.